Sonntag, Februar 19

Samstag

Stimmen unterdrücken Schreie. Angespannt. Wütend. Traurig. Sie sind an andere gewannt, doch ich habe das Gefühl die Schuldige zu sein für etwas das nicht im geringsten mit mir zu tun hat. Ziehe mich so schnell um wie nur möglich, versuche immer wieder unerwünschte Tränen zu unterdrücken. Ich bin erst auf 14 Uhr verabredet (Warum bin ich verdammt nochmal überhaupt verabredet?!),doch halte es in diesen Räumen nicht mehr aus. 
Schließe lautlos die Haustüre hinter mir, ziehe Mantel und Stiefel draußen an. Durch die Straßen wandern, 
ein Wechsel zwischen Schmerz-rauslassen und Tränen-unterdrücken. Irgendwann sitze ich an der Bushaltestelle. Wie gelähmt. Das erste mal ignoriere ich meine quälenden Halluzinationen und starre in die Leere.
Die Stimmen hallen in meinem Kopf wieder, es tut so weh.

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